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Was du heute denkst
wirst du morgen sein
Buddha
Vom Säugling bis ins hohe Alter entwickelt sich das Ich und sein Bewusstsein von sich selbst weiter, die Persönlichkeit eines Menschen bzw. sein Charakter reifen. Lange hat man geglaubt, diese Reifung sei mit Erreichen des Erwachsenenalters abgeschlossen. Heute weiss man, dass die Reifung bis zum letzten Atemzug andauern kann.
«Selbstreflexion ist nachgewiesenermassen die effektivste Methode zur Persönlichkeitsentwicklung, also der Weiterentwicklung Ihrer Haltung, Empathiefähigkeit, Klarheit und Selbststeuerung.»
Markus Fischer, Die neue gewaltfreie Kommunikation, 2021, S. 39
Die Jugend soll ihre eigenen Wege gehen, aber ein paar Wegweiser können nicht schaden.
Pearl S. Buck
Wie wir inzwischen wissen, wird das Gehirn in der Pubertät umgebaut. Sozial- und Selbstkompetenzen werden dann neu gelernt. Neue Verbindungen im Gehirn müssen gebahnt und ausgebaut werden - dies geschieht einzig und allein durch wiederholtes Üben. Die Reibungen zwischen Erwachsenen und Jugendlichen zeuge von dieser intensiven Auseinandersetzung und Entwicklung.

Erziehung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen dafür, dass ein Kind sich so entwickeln kann, dass es ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden kann.
Erzogen werden Umündige, für die Verantwortung übernommen werden muss. Das Wesen der Erziehung ist es, dass - wo immer möglich - die Verantwortung nur da, und genau da, übernommen wird, wo das Kind dazu selbst noch nicht in der Lage ist. Dies gilt übrigens auch für Erwachsene, die nicht vollständig mündig sind (geistige oder psychische Behinderung) und einer speziellen sonderpädagogischen Betreuung bedürfen.
Persönlichkeitsentwicklung heisst Verbesserung der Lebenskompetenzen

Die Persönlichkeitsentwicklung beginnt am ersten Lebenstag und wird durch die Erziehung hoffentlich positiv gefördert.
Die Aufgabe der Schule ist es, nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern auch die überfachlichen Kompetenzen zu fördern. Sie spricht von Selbst-, Methoden- und Sozialkompetenzen. Ruth Meyer verwendet dafür die Begriffe Lebenskompetenzen oder Soft Skills.
In der Aus- und Weiterbildung werden die für den Arbeitsmarkt relevanten Soft Skills gefördert. Sie werden aktuell Future Skills genannt, weil die Zukunft der Arbeit Soft Skills wie Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und Kritisches Denken erfordere. Als ob sie nicht bereits heute zentral wären für die Bewältigung des Lebens - deshalb findet Ruth Meyer den Begriff Lebenskompetenzen passender.
- Der Soft Skills Förder-Baum zeigt in den 6 Ästen, in welchen Lernphasen wir uns immer wieder niederlassen sollten, wenn wir versuchen, ein Verhalten zu verändern und damit ein Soft Skill zu verbessern.
- Im Stamm sind die theoretischen Bezüge festgehalten, die schon seit vielen Jahrzehnten hilfreich sind bei der Förderung von Soft Skills in der Weiterbildung.
- Der Soft Skills Förder-Baum zeigt in den Wurzeln, wie das Klima beschaffen sein muss, wenn man versuchen will, andere bei der Weiterentwicklung ihrer Lebenskompetenzen zu unterstützen.
«Wer Entwicklungsprozesse bei anderen begleitet, muss selbst kompetent sein!»
Misserfolge zu bestrafen bedeutet Lernen zu vernichten.
In Ihrem Buch Lebenskompetenzen erweitern beschreiben die Autorinnen Ruth und Daniela Meyer
- sechs Lernphasen, die zur Weiterentwicklung von Soft Skills nötig sind
- sieben Merkmale eines aufbauenden Entwicklungsklimas
- ein paar Merksätze
Das Titelblatt zeigt die sechs Lernphasen als Blütenblätter. Die zarten Fäden zeigen an, das jemand sehr sanft auf die Blütenblätter einwirkt. Diese Sanftheit entspricht dem aufbauenden Entwicklungsklima, ohne das es bei der Persönlichkeitsentwicklung nicht geht.
Die Autorinnen danken Peter Rieder von Herzen für die schönen und stimmigen Illustrationen.
Read more: Lebenskompetenzen erweitern - was alles dazu gehört
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